Jetzt wöchentlich neue Folgen.

ELLA – Zwischen Mut, Melancholie und der Kraft ehrlicher Geschichten

Shownotes

🎙️ Vorgestellt – Menschen. Geschichten. Fokus. ist ein Podcast des Klangzone Magazins. In jeder Folge stellen wir Künstlerinnen, Künstler und inspirierende Persönlichkeiten vor – mit ihren Geschichten, ihrer Musik und den Menschen hinter den Projekten.

Im Fokus dieser Folge

ELLA

📸 Instagram https://www.instagram.com/c.ella.vie/

🎧 Musik auf allen bekannten Streamingplattformen.

Zum Artikel im Klangzone Magazin

📰 https://klangzone-magazin.com/ella-zwischen-mut-melancholie-und-der-kraft-ehrlicher-geschichten/

Mehr von Klangzone

🌐 Magazin https://klangzone-magazin.com

📻 Radio Klangzone https://welove.radio/radio/radio-klangzone/

📱 Instagram https://www.instagram.com/klangzone_magazin/

💜 Hat euch die Folge gefallen?

Dann freuen wir uns über eine Bewertung, ein Abo und euren Kommentar. So verpasst ihr keine weitere Folge von Vorgestellt – Menschen. Geschichten. Fokus.

Transkript anzeigen

00:00:00: Speaker: Hallo du du hörst vorgestellt Menschengeschichten Focus dein Format der Klangzone. Mein Name ist Jordan und ich möchte dir heute eine Künstlerin vorstellen, die, wie ich finde, eine absolute Ausnahmeerscheinung darstellt. Ihr Name ist Ela und sie bewegt sich irgendwo zwischen Mut, Melancholie und der Kraft erdiger Geschichten. Also bist du bereit? Na, dann würde ich sagen. Willkommen. Und lass uns loslegen. Ja. Was soll ich zu Ella sagen? Für mich gibt es Künstlerinnen, die Musik machen. Und es gibt Künstlerinnen, die in Musik denken. Und bei Ella scheint eben genau das der Fall zu sein, Denn ihre Songs entstehen nicht nach Rezept, sondern aus Bildern, Erinnerungen und Emotionen. Und ich habe sie tatsächlich eher durch Zufall entdeckt. Kürzlich, als ich mal so ein bisschen durchs Promotiontool gescrollt bin und habe für mich festgestellt Ich glaube, dass es eine richtige Ausnahmekünstlerin, deren Weg wir auf jeden Fall irgendwie begleiten sollten und vor allem ihre neue Single Silly Games, Ihre Debütsingle Silly Games hat es mir da sehr, sehr angetan, weil ihre Stimme einfach sofort in den Bann zieht. Und ja, da hab ich mir gedacht, ich nehme mal Kontakt zu Ella auf und frage sie einfach mal, ob sie Bock hat, mir ein paar Fragen zu beantworten. Und natürlich hat sie Bock gehabt und deswegen hat sie mir ein bisschen was erzählt, wie eigentlich ihr Weg zur Musik gewesen ist. Und da hören wir jetzt mal ganz kurz rein. Ehrlich gesagt glaube ich, dass mein Weg zur Musik schon begonnen hat, bevor es mich überhaupt gab, weil Musik in meiner Familie einfach einen wahnsinnig hohen Stellenwert hat. Also ganz viele Personen in meiner Familie singen oder spielen ein Instrument oder machen beides. Und mein Papa hat die die größte Sammlung, die ich je gesehen habe. Ja, und entsprechend war irgendwie klar, dass mich das auch in irgendeiner Form begleiten würde. Natürlich nicht. In welchem Ausmaß. Aber dass sie da sein würde, die Musik, das war irgendwie vorherbestimmt. Und ich bin auch total dankbar dafür, weil ich glaube, dass diese super frühen Einflüsse einfach sehr prägend sind und ja nicht wirklich ersetzt werden können im weiteren Verlauf des Lebens. Mit dem Singen habe ich mal meiner Mama glauben kann. Ziemlich zeitgleich mit dem Sprechen begonnen. Und irgendwie hat sich daran einfach nicht so viel geändert. Also ich habe nicht wieder aufgehört mit dem Singen. Ich habe mit sechs dann den ersten Gesangsunterricht bekommen und damit dann auch gleich ein paar Klavierstunden, weil mein Papa das für wichtig hielt. Weil er mir schon relativ früh gesagt hat, dass er gerne und gut singen alleine möglicherweise nicht ausreichen würde. Als Alleinstellungsmerkmal, weil es einfach wahnsinnig viele Menschen gibt, die das tun. Und dann meinte er, ich sollte mich versuchen an irgendwas, was mich auszeichnet, was mich irgendwie von anderen abhebt. Und das könnte zum Beispiel Songs schreiben sein. Und dafür ist ein Instrument zu spielen natürlich praktisch. Dementsprechend hielt er das für eine gute Idee, wenn ich auch gleich Klavierspielen lerne. Ja, also ich bin jetzt keine virtuose Pianistin geworden, aber es reicht zum Komponieren. Und ich bin sehr, sehr dankbar dafür, dass er das damals so entschieden hat. Genau. Und so ein bisschen selbstbegleitend kann ich mich auch. Das ist schon ganz gut. Ja, krass, oder? Wenn man eine musikalische Familie hat, ist es irgendwie schon so ein bisschen in die Wiege gelegt. Und dass es sich dann noch ausprägt, natürlich. Großartig. Ich würde ja fast sagen Anlage, Umwelt, Debatte. Denn in der Psychologie zum Beispiel sagt man, wenn musikalische Anlagen zum Beispiel gefördert werden, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass sozusagen dieses Talent auch in der nächsten Generation weiter aufgeht. Und Ella ist doch für mich hier eigentlich der lebende Beweis. Ja, und mit zwölf Jahren begann sie also dann regelmäßig auch eigene Songs zu komponieren. Und dabei hat sie ihre ersten Songs tatsächlich eher wie ein ganz großes Geheimnis gehütet. Denn erst drei Jahre später, mit fünfzehn, hat sie ihre Mutter ihre ersten selbst geschriebenen Songs hören lassen. Und das ist tatsächlich dann der Weg, der ihren ganz persönlichen musikalischen Werdegang so ein bisschen mitbegründet hat. Und wenn man Ella so zuhört, dann merkt man auch schnell, dass ihre Worte eben genauso liebevoll sind, sage ich mal, wie ihre Melodien und sie selbst auch ein großer Fan der Sprache ist und sich selbst im Musikstil dann auch in ganz vielen verschiedenen Genres wiederfindet. Auf die Frage, wie Sie ihre eigene Musik beschreiben würde, hat sie mir folgendes geantwortet. Also musikalisch würde ich meinen Musikstil irgendwo zwischen Country, Pop und Singer Songwriter verorten. Aber ich glaube, wenn ich mich für einen Aspekt entscheiden müsste, den ich für prägend halte, was meinen Stil angeht, dann wären das tatsächlich die Texte. Also ich habe einen wahnsinnigen Faible für Sprache im Allgemeinen, nicht nur nicht nur für Musik oder Songtexte, sondern eben auch für Bücher oder Gedichte. Und ich glaube oder hoffe, dass man das an meiner Musik auch hört. Ähm, ja, ich weiß, da gibt es ein bisschen unterschiedliche Meinungen bezüglich Musik und Text und den verschiedenen Stellenwert, weil Menschen natürlich unterschiedlich Musik hören und nicht unbedingt alle da so richtig hinhören wollen, sondern einfach mehr Wert auf die Töne und auf die Harmonien legen. Und das kann ich auch vollkommen nachvollziehen. Aber mir persönlich sind Inhalte sehr wichtig. Also ich mag es, Geschichten zu erzählen mit meiner Musik. Ich habe manchmal das Gefühl, ich vertone einfach meine Gedanken und die Melodie ist am Ende dazu da, um den Ausdruck zu verleihen und sie zu vermitteln. Ja, manchmal hat Ella das Gefühl, sie würde einfach zu Musik denken. Und genau das kann man sehr, sehr gut nachvollziehen, wenn man ihren Song Silly Games tatsächlich einfach mal ganz genau auch zwischen den Zeilen hört und vielleicht später sogar auch noch einmal liest. Denn in Citygames geht es tatsächlich um einen Song, der nicht unbedingt autobiografische Wurzeln hat. Normalerweise sucht sie ihre Inspiration ja aus autobiografischen Geschichten, aus eigenen Erlebnissen. Und dieses Single City Games erzählt eben eine vollständig fiktive Geschichte. Eine Geschichte, zu der ich finde man ganz schnell irgendwie trotzdem eine Connection aufbauen kann. Denn es geht schlussendlich um eine Sommerromanze, die sich nach und nach zu einem emotionalen Spiel entwickelt. Also ohne klare Regeln, ohne wirkliche Gewinner. Und gerade diese Freiheit ist es, die diesen Song dann so spannend macht. Denn irgendwie ist es doch ein Moment. Eine Erinnerung, die jeder Mensch vielleicht auf die eine oder andere Weise mit nachvollziehen kann und auf das eigene Leben irgendwie runterbrechen kann. Ja, und Ella selbst sagt uns auch etwas hier im Song und sie sieht viele Games tatsächlich so. Und der Song ist fiktiv. Es ist der erste fiktive Song, den ich je geschrieben habe und ich habe so ein bisschen das Gefühl, der ist eigentlich mehr zu mir gekommen, als dass ich ihn wirklich geschrieben habe. Ich bin nämlich einfach morgens wach geworden und hatte die Melodie im Kopf. Und auch das Thema wusste ich und Teile des Texts waren irgendwie auch schon da. Also ich ja, ich habe das Gefühl, ich musste ihn eigentlich nur festhalten und dann zu Ende schreiben. Und dann gab es ihn auch schon. Und ich muss sagen, der hat mir wirklich gezeigt, wie toll das sein kann, über Geschichten zu schreiben, die nicht die eigene sind. Ich habe vorher eigentlich ausschließlich autobiografische Texte und Songs geschrieben und habe da ganz oft das Gefühl gehabt, dass ich exakt die richtigen Worte finden muss, um die Situation so wiederzugeben, wie sie tatsächlich waren oder meine Gedanken wirklich so. Greifbar zu machen, wie ich sie empfinde. Und das hat man Oder habe ich bei fiktiven Texten oder Songs einfach nicht, weil ich da ja selbst entscheide, wie die Geschichte gewesen ist und welche Wörter, welche Worte jetzt gerade die richtigen sind. Das ist irgendwie eine große Freiheit und die erleichtert diesen kreativen Prozess immens, zumindest an manchen Stellen. Klar ist es auch schön, irgendwie eigenen Gedanken Ausdruck zu verleihen und Musik vielleicht als eine Art Ventil zu nutzen. Aber ich finde diese wahnsinnige Offenheit, die man so einer fiktiven Situation entgegenbringen kann, die schon auch echt ein großer Vorteil. Da haben wir ja ganz viel über Musik gesprochen, hat uns ganz viel Einblick in ihr Schreiben gegeben. Und was mich bei solchen Künstlerinnen immer sehr interessiert, ist vor allem das Leben als Independent Artist. Denn Ella ist eine Künstlerin, die ihre Songs wirklich komplett selbst vermarktet. Sie schreibt sie selbst, nimmt sie auch selbst auf und released sie auch selbst als Independentartist über eigene Plattformen sozusagen, die man nutzen kann. Und dabei muss sie also ganz viele verschiedene Rollen gleichzeitig bedienen Management, Orga, Promotion, Bürokratie und eben auch den ganzen kreativen Teil. Und das ist natürlich oft auch sehr herausfordernd. So kann ich mir das zumindest vorstellen. Und so habe ich es mir auch selbst schon vorgestellt. Denn in meiner musikalischen Laufbahn habe ich das auch sehr oft erlebt, wie anspruchsvoll das sein kann. Nun ist es gerade in der heutigen Zeit, glaube ich, noch mal eine ganz andere Situation. Und deswegen dachte ich mir Ella, wie sieht das eigentlich aus? Wie stellst du dich diesen Herausforderungen eigentlich entgegen? Und was denkst du, sind auch Herausforderungen gerade für junge Menschen, die in der heutigen Zeit Musik machen und sich komplett selbst dieser großen Musikalischen Welt stellen. Und da hat es mir folgendes geantwortet. Da gibt es mehrere Hürden, die es zu überwinden gilt. Zum einen ganz objektiv ist es einfach so, dass man da wahnsinnig viel Zeit investieren muss, weil man ja irgendwie alles selbst macht und für alles selbst verantwortlich ist. Man braucht einen sehr langem Atem, weil irgendwie ganz viel Bürokratie auf einen zukommt, die man nicht kommen sieht und von der ich persönlich zum Beispiel auch gar keine Ahnung hatte vorher. Ich musste mich da echt einlesen. Und zum Glück gibt es mittlerweile sowas wie KI, die man befragen kann. Ich glaube, ohne wäre ich echt aufgeschmissen gewesen. An manchen Punkten. Ähm ja. Also es ist einfach nicht mit diesem mit dem kreativen Aspekt getan, sondern man ist irgendwie auch noch Sekretärin und Managerin. Und ähm, ja für alles selbst verantwortlich. Und zum anderen ist das auch ein sehr hoher finanzieller Aufwand, der da auf einen zukommt. Ich meine, klar, es kommt ein bisschen darauf an, wie groß man das Ganze aufziehen will, aber letztendlich ist das eine sehr privilegierte Situation, in der ich mich aktuell befinde, die es mir ermöglicht, das überhaupt so zu machen, wie ich es mache. Ich weiß, dass das ohne die Unterstützung meiner Familie gar nicht so möglich wäre, weil man sich echt irgendwie ja viel Zeit nehmen muss und eben auch die nötigen finanziellen Mittel haben muss, um das Ganze frei gestalten zu können, sage ich mal so, und dann ist es eben auch so, dass man ein paar kreative oder persönliche Hürden noch vor sich hat, dadurch, dass man ja kein Team hat, das den Song schon hundertmal gehört hat und vielleicht eine Auswahl getroffen hat aus mehreren Songs. Man hat vielleicht einen Kreis aus Freunden oder Familie, denen man die da vorspielt und die irgendwie einen beraten können. Aber letztendlich ist man für die Entscheidung, was veröffentlicht werden soll, wie es veröffentlicht werden soll, wie es klingt, auf welchen Plattformen man es zur Verfügung stellt etc. ist man selbst verantwortlich Und muss dann irgendwie auch selbst dafür geradestehen, was dann dabei rauskommt. Und ich glaube, es ist manchmal ein bisschen schwer, da nicht an sich selbst zu zweifeln, weil eben diese Menschenmenge fehlt, die das Ganze vorher abgesegnet hat, von der man irgendwie schon dutzende Male gehört hat, dass das super ist und dass man das so ruhig machen kann. Man ist so ein bisschen auf sich selbst gestellt und die eigene Meinung ist die, mit der man dann am Ende alleine ist. Und man kommt dann an den Punkt, an dem man irgendwie versteht, wenn man selber jetzt nicht an einen glaubt und das Ganze irgendwie vorantreibt, dann macht das niemand für einen. Also ich glaube da nicht aufzugeben und irgendwie die die Zweifel so groß werden zu lassen, dass sie das ganze Unterfangen irgendwie begraben. Das ist schwierig oder es kann schwierig sein, wenn man sich ja einfach auch sehr angreifbar macht, wenn man etwas teilt, das einem selbst so wichtig ist und von dem man irgendwie darauf angewiesen ist, dass es Leuten gefällt. Ich glaube, da muss man einfach sehr genau selektieren, wessen Meinung man wie viel Wert beimisst. Denn Meinungen kommen irgendwie von überall und prasseln auf einen ein. Ja, und da muss man einfach wissen, was man sich da zu Herzen nehmen möchte. Also nochmal danke an der Stelle für diese tollen Antworten, für diese tollen Einblicke in deine Arbeit und dein Denken. Ich finde wirklich, das, was du sagst, sollte man dreimal unterstreichen. Auf jeden, jeden Fall. Und eine überraschende Aussage aus einem unserer Gespräche in diesem Interview war für mich tatsächlich auch, dass Ella seit ihrer Kindheit zwar Sängerin werden wollte, aber im Laufe der Jahre eine Bühnenangst entwickelt hat. Und dann sollte man vielleicht denken Wenn ich Sänger werden möchte, dann ist das doch ein totaler Widerspruch. Dann sollte ich mich doch vielleicht auf der Bühne auch wohlfühlen. Aber tatsächlich denke ich das nicht so, ich denke eher, es ist ein Zeichen dafür, wie viel der Musik bedeutet und eben auch diese, diese Angst nicht unbedingt als Hindernis zu begreifen, sondern vielmehr auch als eine Art Begleiter auf einem musikalischen Weg. Denn Zweifel und Euphorie dürfen eben auch nebeneinander existieren. Und genau deshalb wäre es ja nie eine Option aufzugeben. Also ich finde, genau das macht Ella so nahbar und ihre Musik so ehrlich. Ja, und wenn ihr Lust habt, euch den Song mal anzuhören, von dem wir die ganze Zeit sprechen, dann schaut doch einfach mal auf unserer Homepage vorbei. Klang zu nehmendes Magazin kommen, denn dort haben wir euch einen Artikel zu Ellersong Games und natürlich auch den Song verlinkt. Ja, das war's für heute mit vorgestellt Menschen Geschichtenfokus. Ein großes Dankeschön an Ella von Herzen. Ganz viel Erfolg mit deiner Musik und ich bin mir ganz sicher, wir werden noch sehr viel von dir hören. Ja, wenn du jetzt Lust hast, uns vielleicht deine Musik einfach mal zu schicken, dann schreibe uns auch sehr gern eine Nachricht an redaktionklang Zunehmendesmagazin.com. So. Bis zum nächsten Mal bei. Vorgestellt in deiner Klangzone. Tschüss und auf Wiedersehen.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.